Eine schnellere Umsetzung von Forschung bei nachwachsenden Rohstoffen in die Praxis wünscht sich Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus. Sie seien die einzige Alternative für den Klimaschutz. „Bis zur Entwicklung anderer Energiesysteme und Stoffe bilden nachwachsende Rohstoffe die einzige Alternative für Klimaschutz und Versorgungssicherheit", sagte Backhaus gestern anlässlich des Richtfestes für den Neubau der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Gülzow. Der Neubau der Fachagentur ist ein Pilotprojekt alternativer Energieversorgungssysteme des staatlichen Hochbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bürogebäude soll ein Niedrig-Energie-Haus unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe werden. Die dafür notwendigen Gesamtbaukosten von 2 Mio. € zahlt die Landesregierung in Schwerin über das Zukunftsinvestitionsprogramm.

Nachwachsende Rohstoffe würden mit Blick auf den Klimaschutz und die knapper werdenden Ressourcen Öl und Gas künftig einen höheren Stellenwert erhalten, sagte Backhaus weiter. Ihre Nutzung würde sich auch in der chemischen Industrie und im Automobilbau etablieren. Er wünsche sich eine schnellere Umsetzung von Forschungsergebnissen, wie sie bei der FNR erarbeitet werden, in die Praxis, damit die Bedeutung der nachwachsenden Rohstoffe am Markt steigt, so der Minister. (sta)
stats