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Für eine Umorientierung in der Landwirtschaft will sich Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister, Till Backhaus, einsetzen. Auf einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung in Rostock nannte Backhaus dabei unter anderem die Förderung von Kulturlandschaften und artgerechte Tierhaltungssysteme. Nach Angabe des Nordkuriers will der Minister eine volkswirtschaftlich rationelle Agrarwirtschaft, die sich über Qualität, Verbrauchersicherheit, Nachhaltigkeit und Funktionalität definiere. Während sich Backhaus entschieden gegen eine Verringerung der Tierbestände im Land wendet, begrüßt er die Bindung der Tierproduktion an die Fläche. Mecklenburg-Vorpommern halte 1,6 Großvieeinheiten (GVE) pro Hektar, bezogen auf die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche wären es sogar nur 0,4 GVE/ha. "8,6 Prozent unserer Betriebe arbeiten nach ökologischen Kriterien", sagte der Minister. Von der Bundesregierung fordert er die Gleichbehandlung der verschiedenen Betriebsformen und -größen. (Bm)
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