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Die Kosten für die Tierkörperbeseitigung in Mecklenburg-Vorpommern sind von 4,1 Mio. DM auf 12,2 Mio. DM gestiegen, wie das Schweriner Landwirtschaftsministerium mitteilt. Ursache sei die Entscheidung der Europäischen Kommission über die gesonderte Entsorgung spezifischer BSE-Risikomaterialen und das am 2. Dezember 2000 in Kraft getretene Tiermehl-Verfütterungsverbot. Um die Belastung der Landwirte abzumildern, habe sich Mecklenburg-Vorpommern freiwillig zur Übernahme eines Drittels der Kosten ab dem 2. Dezember 2000 ausgesprochen. Das entspreche einer Summe 4,06 Mio. DM pro Jahr. Im Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. Dezember 2000 habe sich das Land bereits zusätzlich mit 250.000 DM an den gestiegenen Kosten beteiligt.

Landwirtschaftsminister Till Backhaus will an der vorgeschlagenen "Drittellösung" festhalten, bei der sich das Land, die Kreise und der Tierhalter zu je einem Drittel an den Kosten beteiligen. Diese "Drittellösung" komme in acht Bundesländern zum Tragen. In fünf Bundesländern tragen die Kreise 100 Prozent der Kosten, unter anderem in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Nur in Berlin trage das Land 100 Prozent der Kosten. (ED)
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