Baden-Württemberg: Landwirte brauchen mehr Rücklagen


Die Agrarbetriebe in Baden-Württemberg könnten auf Grund der Wirtschaftskrise nicht genug Rücklagen bilden. Joachim Rukwied,  Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV), fordert deshalb die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage, um die Auswirkung von Preisrisiken zu begrenzen und eine nachhaltige Unternehmensführung zu ermöglichen. Im Durchschnitt konnte ein baden-württembergischer Haupterwerbsbetrieb im Wirtschaftsjahr 2008/09 rund 1.070 € Eigenkapital bilden, erklärte er heute in Stuttgart. Dieser Wert sei im Hinblick auf eine dauerhafte Sicherung der betrieblichen Existenz viel zu niedrig.

Die Wirtschaftskrise hätte den Landwirten Einkommensausfälle von bis zu 40 Prozent beschert. So sei das Bruttoeinkommen der landwirtschaftlichen Betriebe im Wirtschaftsjahr 2008/09 um durchschnittlich 21 Prozent auf 19.253 € je Familienarbeitskraft gesunken, so Rukwied. Die Futterbaubetriebe mit Rindermast und Mutterkuhhaltung hätten mit 10.974 € das geringste Einkommen in Baden-Württemberg erwirtschaftet. Bundesweit seien die Einnahmen je Familienarbeitskraft um 24 Prozent auf im Durchschnitt 24.400 € gefallen. (AW)
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