Es handele sich um ein typisches Verfahren, das auf Verdachtsanzeigen hin in Gang gesetzt worden sei, sagte eine Sprecherin der Behörde gegenüber der Presse.

Die Südzucker AG, Mannheim, hatte am 8. April in einer Pflichtmitteilung über einen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr berichtet. Sondereinflüsse wie die Kartellstrafe sollten auch das Ergebnis des laufenden Jahres belasten, hieß es damals. Daraufhin fiel die Aktie an diesem Tag um 23 Prozent.

Die Tagesschau berichtet, kurz vor der Bilanzpressekonferenz am vergangenen Donnerstag habe sich eine Anwaltskanzlei gemeldet, der Schadensersatzklagen von Anlegern vorlägen.

Ein Sprecher von Südzucker wies den Verdacht zurück. "Wir gehen davon aus, dass wir uns regelkonform verhalten haben", sagte er. In der Konzernzentrale in Mannheim sei bisher keine Anfrage der Finanzaufsicht eingegangen. (hed)
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