Landwirte aus Litauen, Lettland und Estland fordern höhere Direktzahlungen. Die bisherigen Angebote reichen ihrer Meinung nach nicht.

Rund 50 Landwirte haben am Rande des Europäischen Rates Ende vergangener Woche in Brüssel protestiert. Sie beklagen, dass sie nach dem Reformvorschlag der Kommission immer noch bis zu 48 Prozent unter dem EU-Durchschnitt bei den Direktzahlungen liegen werden.

Die Landwirte überreichten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso eine Petition, nach der die Lücke deutlich schneller geschlossen werden soll. Schon 2014 wollen die baltischen Landwirte 80 Prozent des EU-Durchschnitts von 268 € bekommen.

Am Verhandlungstisch im Ratsgebäude forderten die Regierungschefs der drei EU-Mitgliedstaaten ebenfalls mehr Direktzahlungen. Eine vertiefende Debatte über den EU-Finanzrahmen fand auf dem EU-Gipfel aber nicht statt. Dafür wird in der Schlusserklärung des Gipfels eine Einigung über die Finanzen bis Ende 2012 angestrebt. (Mö)
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