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Die Bamberger Mälzerei übernimmt von der internationale tätigen australischen GrainCrop Malt die operativen Geschäftsaktivitäten sowie die Standorte Schill Malz GmbH & Co. KG und Rhein-Ruhr Malz. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber agrarzeitung.de mitteilte, will das Unternehmen künftig unter einem einheitlichen Markennamen in Deutschland auftreten.

Die Kaufverträge mit GrainCrop Malt sind unterzeichnet. Zusammen mit den neu erworbenen Mälzerei-Standorten von Schill Malz in Worms-Rheindürkheim und von Rhein-Ruhr-Malz in Mülheim/Ruhr steigt die Jahresproduktion des bayerischen Traditionsunternehmens auf 220.000 t Malz.

Abschied aus Deutschland
Im Juli 2011 hatte die australische Gruppe GrainCrop die German Malt für 58 Mio. € übernommen mit vier Mälzereien in Worms, Mülheim/Ruhr, Sangerhausen und Clingen. Die Kapazität betrug damals 200.000 t Malz. Das Unternehmen firmierte in der Graincorp-Malt-Gruppe unter Schill Malz. Das Werk in Clingen ging zum Jahresanfang 2017 an Mich. Weyermann in Bamberg. Sangershausen wurde 2014 verkauft.
Mit dem Verkauf der Standorte Worms und Mülheim zieht sich GrainCorp Malt vollständig aus Kontinentaleuropa zurück. (da)
Die Bamberger Mälzerei GmbH betreibt eine Mälzerei in Bamberg und die Tochtergesellschaft Donau Malz ein Werk in Neuburg an der Donau. Zusammen sind es 100.000 t.

Die Geschäftsführung der Bamberger Mälzerei Markus Burteisen und Rudi Gläser erhoffen sich von der Übernahme einen besseren Zugang zu den internationalen Märkten und globalen Brauereien. Das Inlandsgeschäft werde durch die dezentrale Struktur der vier Werke deutlich gestärkt. Eine Zustimmung des Kartellamtes ist nach Informationen von agrarzeitung.de nicht erforderlich. (da)
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