Barnier kritisiert Ergebnis im Hormonstreit

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Die vorläufige Lösung des Hormonstreits zwischen der EU und den USA wird von vielen EU-Mitgliedstaaten positiv bewertet. Endlich ginge man in dem langanhaltenden Handelsstreit mal pragmatisch vor, lobte ein Diplomat in Brüssel. Allerdings kritisierten Frankreich, Irland und Italien am heutigen Donnerstag auch die zusätzlichen Einfuhrkontingente für hochwertiges Rindfleisch von unbehandelten Tieren aus den USA. Es dürfe keine Schule machen, dass die EU ihren hohen Sicherheitsstandard für Lebensmittel nur noch mit Handelszugeständnissen erkaufen müsse, kritisierte der französische Landwirtschaftsminister Michel Barnier in der Presse seines Landes. Der Sprecher von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel wies die Bedenken Frankreichs zurück. Die zusätzlichen Einfuhrkontingente würden den EU-Markt nicht destabilisieren, betonte der Sprecher. Die WTO hatte das Einfuhrverbot der EU für Hormonfleisch verurteilt und den USA Recht gegeben. (Mö)
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