Bartels verlangt Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch

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Der teilweisen Lockerung des Exportverbotes für britisches Rindfleisch habe der niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels nach eigener Aussage nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die von den Briten korrekt durchgeführte Kennzeichnung auch von den Empfängerstaaten konsequent weitergeführt wird. Dazu würden von Seiten der EU alle Mitgliedstaaten sowie Drittländer verpflichtet und zusätzlich kontrolliert, habe EU-Kommissar Byrne am 7. Februar 2000 im Vorfeld der Zustimung Deutschlands der Bundesgesundheitsministerin zugesagt. Eingehalten oder umgesetzt habe Byrne diese Zusage bis heute nicht, so Bartels weiter. Dieses habe er jetzt der Bundesgesundheitsministerin schriftlich mitgeteilt und ein Einfuhrverbot angemahnt. Gleichzeitig erinnerte Bartels an den Beschluss der Agrarministerkonferenz vom 22. September in Regensburg. Dieser lautet: "Sollte die EU bis zum 1. November 2000 keine ergänzende Kennzeichnungsregelung getroffen haben, fordern die Agrarministerinnen und -minister die Bundesregierung auf, die Einfuhr von Rindfleisch und Rindfleischprodukten aus nicht lückenlos die Herkunft kennzeichnenden Ländern zu untersagen, notfalls im nationalen Alleingang. (ED)
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