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Rheinland-Pfalz wird eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Pflanzenschutzgesetzes starten. Dabei geht es um die Verlängerung der Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel in anderen als mit der Zulassung festgesetzten Anwendungsgebieten über den 1. Juli 2001 hinaus. Das hat Landwirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage im Anschluss an die heutige Kabinettssitzung mitgeteilt.

In der landwirtschaftlichen Praxis würden bestimmte Pflanzenschutzmittel unter Beachtung bestehender Rechtsvorschriften auch in Bereichen angewendet, die nicht ausdrücklich auf der Packung vermerkt, das heißt, indiziert seien. Gemäß der derzeit noch geltenden Rechtslage stelle dieses Vorhaben in den weitaus überwiegenden Fällen keinen Verstoß gegen Rechtsvorschriften dar, weil das Pflanzenschutzgesetz eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2001 einräume, erläuterte Bauckhage. Ab dem 1. Juli 2001 soll aber die Indikationszulassung gelten, das heißt, ein Pflanzenschutzmittel darf nur noch gegen den mit der Zulassung ausgewiesenen bestimmten Schaderreger an einer bestimmten Kulturpflanze angewendet werden. Jede Anwendung außerhalb des ausgewiesenen Anwendungsgebietes wäre dann grundsätzlich ordnungswidrig. Mit der Initiative könnten größere Härten für die betroffenen Betriebe abgemildert werden, so Bauckhage abschließend. (ED)
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