Aufsichtsrat und Vorstand der neuen Genossenschaft: Gilbert Gerke, Stefan Belke, Georg Hochstein, Dr. Dirk Köckler, Paul Plümpe, Friedrich Becker (v.l.n.r.)
-- , Foto: Stephan RWGV
Aufsichtsrat und Vorstand der neuen Genossenschaft: Gilbert Gerke, Stefan Belke, Georg Hochstein, Dr. Dirk Köckler, Paul Plümpe, Friedrich Becker (v.l.n.r.)

In Westfalen ist die Fusion der Raiffeisen Hellweg-Lippe eG, Werl, und der Raiffeisen-Genossenschaften Sauerland in Schmallenberg perfekt. Die Mitglieder sprachen sich in der Vorwoche auf den beiden Generalversammlungen nahezu einstimmig für den Zusammenschluss zur Raiffeisen Sauerland-Hellweg-Lippe eG, Werl, aus, teilt der RWGV mit.

Das neue Geschäftsgebiet der Genossenschaft reicht vom östlichen Münsterland über das südliche Ostwestfalen und die Hellweg-Region bis zum Hochsauerland und erwirtschaftete einen saldierten Umsatz von 160 Mio. Euro. Auf 15 Standorten beschäftigt das fusionierte Unternehmen 206 Mitarbeiter.

Die beiden Geschäftsführer Dr. Dirk Köckler (Werl) und Georg Hochstein (Eslohe) rechnen mit weiteren Synergieeffekten, wollen weiter wachsen und von den Kernkompetenzen des jeweils anderen profitieren. Während sich die ‚Werler‘ als Spezialisten für das klassische Agrargeschäft sehen, sind die ‚Sauerländer‘ erfolgreich beim Handel mit Holzpellets, im Betrieb von Tankstellen und bei Haus- und Gartenmärkten.

Geschäftsjahr verlief erfreulich

Einsparpotenziale und neue Marktchancen sollen sich nach Berechnungen der beiden Unternehmen künftig auf rund 500.000 € im Jahr summieren. Der Vorstand der neuen Raiffeisen Sauerland-Hellweg-Lippe ist paritätisch mit jeweils sechs Mitgliedern aus beiden Alt-Genossenschaften besetzt.

Das letzte vollständige Geschäftsjahr vor der Fusion verlief für die Raiffeisen Hellweg-Lippe erfreulich. Geschäftsführer Dr. Köckler berichtete für sein Unternehmen von einem Umsatzanstieg von 16 Prozent auf 126,2 Mio. t €, der allerdings zu Zweidritteln auf Preissteigerungen beruhte.

Der Jahresüberschuss belief sich auf 2,3 Mio. €, die Umsatzrendite entsprach mit 2,1 Prozent den Erwartungen. Neben einer Umsatzrückvergütung in Höhe von 0,7 Prozent erhalten die Mitglieder eine Dividende von 4 Prozent. Das Ausschüttungsvolumen erreicht damit einen Rekordwert von 482.000 €. (St)
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