Die Mitgliederversamlung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat heute Satzungsänderungen beschlossen. Die Delegierten folgten damit den Vorschlägen des DBV-Präsidiums. Mit 453 von 469 möglichen Stimmen votierten die Delegierten heute für Vorschläge des DBV-Präsidiums. Das entspricht einer Mehrheit von 96,6 Prozent. Nach den Änderungen liegt die Altersgrenze für den Vorstand des DBV künftig bei 65 Jahren. Darüber hinaus verlängert sich ab 2012 die Wahlperiode des Vorstandes von jetzt drei Jahren auf vier Jahre. Zudem dürfen künftig nur amtierende Landesbauernpräsidenten Mitglied des Vorstandes sein.  Der Bauernverband will seine Leitung verjüngen: Mit den Satzungsänderungen ist der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) mit zwei statt wie bislang einem Vertreter im DBV-Präsidium stimmberechtigt.  

Zum Ende des Deutschen Bauerntages 2011 wehrte sich DBV-Präsident Gerd Sonnleiter heute gegen im Laufe des Vormittags kursierende Medienberichte, er sei "amtsmüde". Sonnleitner wiederholte, er werde bis zum Ende seiner Amtsperiode mit "Feuer und Flamme" für die Bauernfamilien arbeiten. Als Landwirt denke er in Generationen und habe im eigenen Betrieb die Erfahrung gemacht, wie wichtig es sei, die Nachfolge gut und langfristig anzugehen. An Spekulationen um seine Nachfolge als Bauernpräsident wolle er sich jedoch nicht beteiligen, erläuterte Sonnleitner gegenüber agrarzeitung.de. Die Frage, ob mehr als zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung die Zeit für einen ostdeutschen DBV-Präsident anbreche, beantworte Sonnleitner mit dem Hinweis, "nicht die Herkunft, sondern die Qualifikation und letztendlich die Wahl entscheiden.

Der kommende Bauerntag wird in München stattfinden, voraussichtlich im Juli 2012. Der Nachfolger von Gerd Sonnleitner muss spätestens zwei Monate vor dem Bauerntag 2012 vom Präsidium vorgeschlagen werden. Satzungsgemäß kommt nur ein amtierender Landesbauernpräsident in Frage. (hol)
stats