1

Die EU-Agrarpolitik scheint aus der Schusslinie in der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) zu sein. "Zum ersten Mal ist nicht die Landwirtschaft der Knackpunkt in Genf", gab sich Karl-Friedrich Falkenberg, stellvertretender Direktor der Generaldirektion Handel der EU-Kommission, gestern im Forum Agrarpolitik auf dem Deutschen in Berlin optimistisch. Bei dem nächsten WTO-Ministertreffen am 21. Juli in Genf stünde vielmehr der Marktzugang für Industriegüter auf der Agenda.

Die Anforderungen an die Agrarpolitik bewegen sich laut Falkenberg alle im Rahmen der EU-Ziele, wie sie bereits in der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vereinbart sind. Der EU-Handelsbeauftragte verwies insbesondere auf die so genannte Greenbox, die definiert, welche Art von Agrarsubventionen weiter zulässig sein dürfen. "Die USA sitzen hier viel mehr auf der Anklagebank als die EU", sagte Falkenberg. Des Weiteren zeigte er sich vorsichtig optimistisch, dass die Doha-Runde noch 2008 beendet werden könne. (sta)

stats