Die Studie des Bundesagrarministeriums (BMELV) zum Umgang mit Lebensmitteln findet Anklang beim Deutschen Bauernverband (DBV). Fragen zu Verlusten würden eingehend erörtert. Die vom BMELV in dieser Woche veröffentlichten Ergebnisse quantifizieren erstmalig den Umfang und den Wert der Lebensmittelverluste in Deutschland, teilt der DBV mit. Er begrüßt, dass das Bundesministerium offene Fragen zu Verlusten in der Lebensmittelkette umfassend untersucht hat. Vor allem bei den Verbrauchern müsse ein Umdenken im Umgang mit Lebensmitteln einsetzen.  

Die Studie bestätige die Einschätzung des DBV, dass die Landwirtschaft nur zu einem sehr kleinen Anteil die Lebensmittelverluste verursacht. Die landwirtschaftlichen Betriebe müssten auf Grund der engen Gewinnmargen ein hartes Kostenmanagement führen, welches eine Verschwendung bei der Rohware nahezu ausschließe. Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Erzeugung seien daher begrenzt. Nebenprodukte, die bei der Verarbeitung anfallen, würden meist zu Futtermitteln verarbeitet oder in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt. Eine Folgestudie des BMELV „zur Urproduktion" wird diese Einschätzung bestätigen, heißt es beim DBV. Richtig ist aus Sicht des DBV, dass das BMELV beim Mindesthaltbarkeitsdatum auf Flexibilität setzen will. Beim Thema Handelsnormen wünscht sich der DBV ein „sehr sorgfältiges Herangehen und Abwägen", ob mit einer Abschaffung tatsächlich dem Wegwerfen von Lebensmitteln Einhalt geboten werden könne. (az)
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