Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht von Mindererträgen bei Weizen von 10 bis 20 Prozent in Deutschland aus. Der Brotpreis bleibe davon jedoch unberührt. „Ich gehe von einer unterdurchschnittlichen Ernte aus, es wird aber keine Katastrophe", sagte DBV-Generalsekretär Helmut Born heute vor Journalisten in Berlin. Bei Gerste werde es wohl ein Mengenminus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geben. Erfreulich sei allerdings, dass die Qualitäten mit Hektolitergewichten von 62 bis 70 kg stimmen. Für Weizen erwartet der Verband deutschlandweit 10 bis 20 Prozent weniger Ertrag als 2009. Für die Getreideernte insgesamt schließt sich der DBV der Schätzung der EU-Kommission von 45 Mio. t in Deutschland an. "Das ist eine sehr realistische Zahl", so Born.  Die steigenden Getreidepreise könnten durchaus die Mengeneinbußen in einigen Regionen kompensieren.

Vehement bestritt Born, der anziehende Getreidepreis könne Auswirkungen auf die Brotpreise haben. „Bei den geringen Anteilen des Mehls am Brotpreis bedeutet das keine größere Veränderung der Verbraucherpreise", sagte er. Sorgen mache vielmehr der „mickerige" Mais. Rinderhalter und Biogasanlagenbetreiber müssten sich auf deutlich geringere Mengen einstellen. (sta)
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