Die Vorschläge des Sachverständigenrates für Umweltfragen stoßen beim Deutschen Bauernverband (DBV) auf Unverständnis. Eine stärkere Extensivierung lehnt er ab. Nach Ansicht des DBV haben die Landwirte in Deutschland bereits erhebliche Fortschritte bei der Entkopplung von Wachstum und Umweltwirkungen erreicht. Die von den Wissenschaftlern in ihrem Umweltgutachten geforderte Extensivierung der Landwirtschaft in Europa sei für den DBV deshalb nicht nachvollziehbar. Bei einer Verlagerung der Produktion in Drittländer, bestehe die Gefahr von negativen Umweltfolgen, teilte dieser mit.

Den Vorschlag der Umweltexperten, den Fleisch- und Milchkonsum der Bürger durch staatliche Engriffe wie einer höheren Mehrwertsteuer für Lebensmittel oder Fettsteuern zu reduzieren, lehnte der DBV ab. Auch die Forderung des Sachverständigenrats, landwirtschaftlich genutzte Flächen auf Moorstandorten durch Wiedervernässung zu renaturieren, wies der Verband zurück. Stattdessen sei die Agrarforschung gefordert, Strategien zu entwickeln, die eine produktive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen und gleichzeitig die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren. (sch)

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