Anlässlich des geplanten Ausbaus des deutschen Stromnetzes bekräftigt der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Forderungen. Im Mittelpunkt steht der Ruf nach einer neuen Form der Entschädigung. Nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber müssen bis 2022 in Deutschland rund 3.800 km neue Hochspannungsleitungen errichtet werden. Dafür wird landwirtschaftlich genutzte Fläche benötigt. Der DBV bemängelt, dass die vom Netzausbau betroffenen Landwirte durch unter- und oberirdischen Energieleitungstrassen gravierende Nutzungseinschränkungen ihrer Flächen hinnehmen müssten. Aus diesem Grund fordert der Verband einen Wechsel hin zu einer wiederkehrenden Nutzungsvergütung anstatt einer Einmalzahlung. Um künftig einen zusätzlichen Verlust landwirtschaftlicher Flächen zu vermeiden, müsse sich die naturschutzrechtliche Kompensation zudem vorrangig auf Entsiegelungsmaßnahmen beschränken, teilte der DBV weiter mit. (sch)
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