Der Bauernverband in Schleswig-Holstein verteidigt den Maisanbau. Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will die Errichtung von Biogasanlagen begrenzen. Um die Energiewende zu schaffen, ist der Anbau von Mais als Rohstoffbasis notwendig. Mit diesen Worten wehrt sich der Bauernpräsident von Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, gegenüber Vorschlägen der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, künftig den Maisanbau zu quotieren und unter das Planungsrecht zu stellen. Vorgesehen ist auch eine Änderung der Landes-Regionalplanung. Landkreise sollen die Möglichkeit erhalten, den Bau neuer Biogasanlagen zu verbieten.

In Schleswig-Holstein wird am 6. Mai ein neuer Landtag gewählt. Sollten die Grünen im Falle eines Sieges die Regierungsverantwortung übernehmen, wollen sie den Maisanbau begrenzen.  Präsident Schwarz hält dagegen. „Der Mais steht hinsichtlich seiner Auswirkungen auf Umwelt und Artenvielfalt zu unrecht und zu pauschal am Pranger", betonte er in dieser Woche in Rendsburg. Seiner Meinung nach seien keine negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt zu erkennen. Die Pläne der Grünen hält Schwarz aus rechtlicher Sicht für bedenklich. (az)
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