Bayer Crop Science baut Forschung aus

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Innovation ist der Weg in die Zukunft. Weltweite Ernährungssicherung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, könne nur über Produktivitätsfortschritt in der Landwirtschaft erreicht werden. Davon ist Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender der Bayer Crop Science AG in Monheim überzeugt. Dabei spielt vor allem die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel eine große Rolle. Aber auch vor der Biotechnologie dürfe man nicht die Augen verschließen, sagte Berschauer heute während der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Monheim. Das Unternehmen will daher bis 2012 insgesamt rund 3,4 Mrd. € in Forschung und Entwicklung investieren. Davon entfallen 2,7 Mrd. € auf die Erforschung innovativer Pflanzenschutzmittelwirkstoffe. 10 neue Wirkstoffe sollen in den kommenden vier Jahren eingeführt werden, die ein Umsatzpotenzial von mehr als 1 Mrd. € umfassen, erklärt Berschauer. Mit weiteren 750 Mio. € sollen neue biotechnologische Lösungen für Saatgut entwickelt werden.

Bis 2015 soll der Geschäftsbereich Bioscience auf 1 Mrd. € Umsatz steigen. Schrittweise will das Unternehmen auch seine Produktionskapazitäten für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe ausbauen, um die weltweit gestiegene Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln bedienen zu können. In diesem Jahr stehen für die Modernisierung bestehender und für den Bau neuer Anlagen 280 Mio. € zur Verfügung, so Berschauer weiter. Am Standort Knapsack bei Köln beispielsweise wird für rund 60 Mio. € eine neue Anlage zur Herstellung von Vorprodukten für den herbiziden Wirkstoff Glufosinat-Ammonium errichtet, die 2009 in Betrieb gehen soll. (AW)

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