Ankündigung

Bayer Crop Science investiert kräftig

Bayer Crop Science blickt optimistisch auf die Entwicklung der Agrarmärkte. „Wir sind trotz zunehmender Schwankungen vom langfristigen Wachstumspotenzial überzeugt", sagte Liam Condon, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, während der Jahrespressekonferenz des Unternehmens heute in Monheim.

Condon rechnet damit, dass der globale Markt für Pflanzenschutzmittel sowie Saatgut bis zum Jahr 2020 auf 100 Mrd. € wächst, ausgehend von 50 Mrd. € im Jahr 2008. Gründe für diese mittel- bis langfristige Marktentwicklung seien vor allem die Intensivierung sowie Professionalisierung der Landwirtschaft, so der Manager. Er verwies in diesem Zusammenhang auf einen wachsenden Bedarf an nachhaltigen Lösungen für die Landwirtschaft.

Der Manager kündigte in Monheim an, die Investitionen in Forschung sowie Entwicklung (FE) weiter auszubauen. Das Unternehmen hatte 2013 ein Investitionsprogramm in Höhe von 2,4 Mrd. € für den Zeitraum bis 2016 aufgelegt: Mehr als die Hälfte der laufenden Investitionen - 1,3 Mrd. € - fließt den Angaben zufolge nach Europa. Der Großteil davon, 800 Mio. €, sei für Deutschland bestimmt. Zwischen 2013 sowie 2016 plane Bayer Crop Science zudem Investitionen in Höhe von rund 700 Mio. € in Nordamerika sowie von etwa 400 Mio. € in Lateinamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Erforschung und Entwicklung besserer Weizensorten. Bayer Crop Science hat 2010 durch die Zusammenarbeit mit dem australischen Forschungsinstitut CSIRO damit begonnen, ein eigenes Weizen-Saatgutgeschäft aufzubauen. „Wir haben einen umfassenden Zehn-Jahres-Plan, um in diesem Zeitraum 1,5 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Weizenlösungen zu investieren - sowohl im Bereich Saatgut als auch bei Pflanzenschutzmitteln", versicherte Condon.

Sieben Weizenzuchtstationen in den wichtigsten Weizenanbaugebieten rund um den Globus seien bereits in Betrieb; das erste Saatgut soll im kommenden Jahr in Osteuropa auf den Markt kommen. Hybridsorten mit besseren Ertragseigenschaften werden ab 2020 erwartet. (Sz)
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