Bayer Crop Science schließt Standorte


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Zwei schwierige Jahre im weltweiten Pflanzenschutzgeschäft veranlasst die Bayer Crop Science zu Schließungen von Produktionsstandorten und Organisationen. Von den weltweit 50 Standorten sollen 15 geschlossen werden, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Friedrich Berschauer heute vor der Presse in Monheim. Davon betroffen ist auch der Standort in Frankfurt-Griesheim. Vor allen auf den beiden größten Pflanzenschutzmärkten in den USA und Brasilien gab es große Einbrüche auf Grund negativer Effekte wie die wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft in Brasilien und der Vormarsch von GVO-Produkten und Generika in den USA. Insgesamt erwartet Berschauer weltweit einen Rückgang auf dem Weltmarkt von Pflanzenschutzmitteln von 6 Prozent im Jahr 2006. Auf Grund dieser belastenden Faktoren wird es laut Berschauer schwer sein, eine EBITDA-Marge im Jahr 2009 von 25 Prozent zu erreichen.

Mit 3,35 Mrd. Euro erzielte Bayer Crop Science im ersten Halbjahr 2006 einen Umsatz in Vorjahreshöhe. Saatgut sieht Berschauer künftig als den größten Wachstumstreiber seines Unternehmens. In den nächsten Jahren soll der Umsatzanteil des Segmentes "Seeds and Traits" von derzeit 5 auf 15 Prozent steigen. Dabei will Berschauer ein externes Wachstum durch Zukäufe nicht ausschließen. Vor allem die neue Allianz, die Bayer jetzt mit Cargill eingegangen ist, ist laut Berschauer richtungsweisend. Die entsprechenden von Bayer entwickelten "Invigor-Canola" Saatgutsorten werden künftig von Cargill-Vertragslandwirten angebaut und das Öl an die Lebensmittelindustrie verkauft. Zu den Funden von Spuren des gentechnisch veränderten Reises in den USA und Europa wollte Berschauer keine näheren Angaben machen. Es sei nicht anzunehmen, dass von LL601 eine Gesundheitsgefahr ausgehe, erklärte er. (da)

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