Bayer Crop Science stärkt die Forschung weiter


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Die Bayer Crop Science AG, Leverkusen, will künftig die Forschung an die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Energiepflanzen anpassen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen auf 750 Mio. € im Jahr 2015 gesteigert werden (2006: 614 Mio. €). Dies gab Prof. Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender des Bayer Crop Science AG, auf der Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens heute in Monheim bekannt. Neben neuen Wirkstoffen im Pflanzenschutz arbeite das Unternehmen verstärkt an Herbizidtoleranz und Insektenresistenz sowie an der Ertragssteigerung und Stresstoleranz. In diesem Jahr hat das Unternehmen bereits für drei Wirkstoffe erste Zulassungen erhalten, zehn neue Substanzen befänden sich im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Im Jahr 2010 sollen sechs Projekte aus den Bereichen Herbizidtoleranz und Insektenresistenz an den Markt gebracht und innerhalb der nächsten drei Jahre drei neue Herbizidtoleranz-Traits eingeführt werden. In den kommenden zehn Jahren will Bayer den Saatgut- und Biotech-Umsatz von 342 Mio. € im Jahr 2006 auf 1 Mrd. € steigern. Neue Chancen sieht das Unternehmen vor allem in den Mais- und Sojamärkten und hat bereits Lizenzen für die Nutzung von LibertyLink an Monsanto vergeben.

Zufrieden äußerte sich Berschauer über das 1. Halbjahr 2007, in dem der Umsatz mit 3,4 Mrd. € auf Vorjahresniveau lag. Das bereinigte EBIT erreichte mit 709 Mio. € den höchsten Wert seit Gründung im Jahre 2002. Für das Gesamtjahr will das Unternehmen eine bereinigte EBITDA-Marge von über 22 Prozent erreichen. Der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln konnte in den ersten sechs Monaten 2007 leicht auf 2,7 Mrd. € und der Bereich Bio Science um 6 Prozent zulegen. Mit einem Plus von über 17 Prozent war das Geschäft mit Saatgutbehandlungsmitteln erfolgreich. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen für diese Sparte erstmals mehr als 500 Mio. € Gesamtumsatz (2006: 467 Mio. €). (St)

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