Quartalsbilanz

Bayer Crop Science stark in Europa


Bayer Crop Science profitiert vor allem von einem florierenden Europa-Geschäft, das Einbußen in Südamerika kompensiert. Nach Abschluss des 3. Quartals 2015 rechnet der Bayer-Konzern damit, dass die Agrarsparte im Gesamtjahr 2015 Marktanteile gewinnen wird und einen Umsatz von etwa 10 Mrd. € erzielen kann. Das wären 5 Prozent mehr als 2014. Vor drei Monaten war die Prognose mit einer Wachstumserwartung von 10 Prozent allerdings noch optimistischer. In ähnlichen Größenordnungen bewegt sich die Prognose für den Gewinnanstieg.

Im 3. Quartal 2015 berichtet Bayer von einem Anstieg im Agrargeschäft. Höheren Umsätzen in Nordamerika und Europa stand ein schwächeres Geschäft in Lateinamerika gegenüber. Herbizide und Fungizide ließen sich besser verkaufen als Beizmittel und Insektizide. Über die ersten neun Monate 2015 hinweg summiert sich der Umsatz von Bayer Crop Science jetzt auf 7,9 Mrd. €. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt 8,6 Prozent. Da das Unternehmen als in Euro bilanzierender Konzern vom starken US-Dollar profitiert, beruht ein Großteil des Zuwachses auf Währungseffekten. Währungsbereinigt bleibt ein Umsatzanstieg um 0,6 Prozent übrig.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (Ebitda) weist der Konzern für die Agrarsparte mit 2,1 Mrd. € aus. Daraus errechnet sich für die bisherigen neun Monate 2015 eine Ebitda-Marge von 26,3 Prozent. Sie liegt zwar einen Prozentpunkt unter dem Vorjahrszeitraum, jedoch im Branchenvergleich mit Abstand an der Spitze. (db)
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