Die Bayer Crop Science AG, Monheim, präsentiert für 2011 Umsatzwachstum bei wesentlich verbesserten Margen. Fungizide und Beizmittel haben besonders zugelegt. Der Gesamtumsatz von Bayer Crop Science hat 2011 rund 7,3 Mrd. € erreicht. Währungsbereinigt ist er gegenüber 2010 um knapp 9 Prozent gestiegen. Besonders erfreut zeigte sich Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender des Leverkusener Mutterkonzerns Bayer AG, heute bei der Präsentation der Jahreszahlen über das Ergebnis. Er nannte als Kennzahl das Ebitda vor Sondereinflüssen, das gegenüber dem relativ schwachen Vorjahresergebnis um etwa 28 Prozent auf knapp 1,7 Mrd. € zugelegt hat. Die Ebitda-Marge hat 22,8 Prozent erreicht. Belastet haben das Ergebnis jedoch Gerichtsverfahren in den USA wegen gentechnisch veränderter Reispflanzen. Bayer Crop Science hat mittlerweile einen Vergleich mit den Klägern geschlossen, der dem Konzern Kosten von bis zu 750 Mio. US-$ verursacht und für die entsprechende Rückstellungen gebildet worden sind.

Für den Geschäftsbereich Pflanzenschutz weist der Geschäftsbericht 2011 einen Umsatz von rund 5,8 Mrd. € und ein währungsbereinigtes Wachstum von knapp 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Überproportional gestiegen sind die Verkäufe von Beizmitteln und Fungiziden. Weiterhin gehören zu Bayer Crop Science der Bereich Bioscience mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften. Hier ist der Umsatz 2011 gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um rund 19 Prozent auf 820 Mio. € gestiegen. Kernkulturen sind Raps, Baumwolle, Reis und Gemüse. Schließlich hat sich der Umsatz im Segment Environmental Science währungsbereinigt um knapp 2 Prozent auf 626 Mio. € verringert.

Bayer-Chef Dekkers erwartet für Bayer Crop Science im laufenden Jahr eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Auch für die Folgejahre zeigt er sich optimistisch. Zur Begründung nannte er heute im Pflanzenschutz und der Saatguttechnologie eine gut gefüllte Entwicklungspipeline mit vielversprechenden Projekten. (sch)
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