Saatgutstrategie

Bayer Crop Science vertreibt Raps

Für Rapssaatgut tritt bald ein weiterer Anbieter an
-- , Foto: Bayer Crop Science
Für Rapssaatgut tritt bald ein weiterer Anbieter an

Ab 2014 will die Bayer Crop Science AG, Monheim, in eigener Regie Rapssaatgut in Deutschland vertreiben. Dann tritt das Unternehmen als integrierter Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf, kündigte Peter Josef Johnen, Cropmanager Raps, heute bei einer Pressekonferenz in Bonn an.

Bislang ist das Geschäft in der Bayer Raps GmbH angesiedelt. Jetzt würden die Vertriebsstrukturen in der gesamten deutschen Crop-Science-Organisation für Rapssaatgut erweitert. Johnen sprach von „großen Herausforderungen und einem hohen logistischen Aufwand“. Als Nutzen beschrieb er die höhere Kundenbindung.

Raps sei „Wachstumstreiber“ für die europäische Saatgutstrategie von Bayer Crop Science, erläuterte Johnen den Vorstoß. Die Aktivitäten für Weizen seien eher langfristig angelegt. Hier rechnet der Manager mit Sorten für den deutschen Markt ab der Saison 2017/18. Auf niedrigem Niveau könnten erste Umsätze mit Weizensaatgut in Europa 2015 realisiert werden.

Die europäischen Aktivitäten mit Rapssaatgut hatte Bayer Crop Science mit der Übernahme der Raps GbR im Herbst 2011 gestärkt. Seither hat das Unternehmen außerdem die Basis für die Entwicklung eigener europäischer Weizensorten gelegt. Im globalen Konzern trägt die Saatgutsparte mittlerweile 11,5 Prozent zum Gesamtumsatz von Bayer Crop Science bei. (db)
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