Zwischenfazit

Bayer-Tochter verfolgt ehrgeizige Ziele

Niedrige Agrarpreise für pflanzliche Erzeugnisse beeinflussen die Investitionsentscheidungen der Landwirte. Die spiegelt sich auch in den Zahlen für das 1. Halbjahr 2015 wider, die die Bayer Crop Science AG, Monheim, heute präsentierte. Das Unternehmen berichtet von Umsatzeinbußen (währungsbereinigt) gegenüber dem Vorjahr vor allem in Nordamerika von knapp 8 Prozent sowie in Lateinamerika/Afrika/Nahost von mehr als 6 Prozent. Für Europa weist der Teilkonzern Umsatzerlöse aus, die das Vorjahresniveau um 10 Prozent überflügeln.

Im Pflanzenschutz (Crop Protection) erzielte den Angaben zufolge von Januar bis Juni 2015 nur das Segment Fungizide positive Wachstumsraten (plus 9 Prozent). Einbußen habe es zuletzt insbesondere bei Insektiziden (minus 15 Prozent) gegeben. Für das Saatgutgeschäft nennt Bayer Crop Science ein Plus von 9 Prozent.

Insgesamt summiert sich der Umsatz im Agrargeschäft von Januar bis Juni 2015 auf knapp 5,8 (Vorjahr: 5,4) Mrd. €.

Globaler Markt bleibt schwach

Für 2015 insgesamt kündigt der Teilkonzern an, „über dem Markt zu wachsen". Erwartet werde ein Umsatz von etwa 10,5 (bisher: 11,0) Mrd. €. Für den globalen Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt stellt Bayer Crop Science dabei „eine deutlich schwächere Entwicklung als in den Vorjahren" in Aussicht. (Sz)
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