Übernahmepläne

Bayer erhöht Angebot für Monsanto


Bayer erhöht sein Angebot für die Übernahme von Monsanto von bisher 122 US-$ auf 125 US-$ pro Aktie in bar. Monsanto sei darüber bereits am 1. Juli mündlich informiert worden und habe am 9. Juli eine entsprechend angepasste Offerte erhalten, teilte Bayer am frühen Donnerstagabend mit. Das jetzige Angebot entspricht nach Angaben von Bayer einer Prämie von 40 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vom 9. Mai 2016. Es errechnet sich ein Kaufpreis von rund 63,5 Mrd. US-$ und damit etwa 2,5 Prozent mehr als die 62 Mrd. US-$, die bisher geboten waren.

Verträge mit Banken unterschriftsreif

Zudem seien Finanzierungs- und Regulierungsfragen geklärt. Bayer geht nach eigener Einschätzung davon aus, die Zustimmung der Behörden zu erhalten. Gegebenenfalls werde Bayer gegenüber den Kartellbehörden „bestimmte Zusagen“ abgeben. Zusätzlich bietet Bayer Monsanto eine Zahlung in Höhe von 1,5 Mrd. US-$, sollte der Zusammenschluss an Kartellfreigaben scheitern. Schließlich bekräftigt Bayer, dass es keinen Finanzierungsvorbehalt für die Übernahme gebe. Verträge mit fünf Banken seien unterschriftsreif. „Bayer hat die feste Absicht, diese Transaktion abzuschließen", ließ sich Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, zitieren.

Monsanto: „Verwaltungsrat muss prüfen“

Die Reaktion aus St. Louis, dem Hauptsitz von Monsanto, fiel kurz nach der öffentlichen Bekanntgabe aus Leverkusen knapp aus. Man habe das aufgestockte Angebot erhalten, der Verwaltungsrat werde prüfen, heißt es kurz angebunden in einer Stellungnahme. „Monsanto gibt keine weiteren Kommentare ab, bevor der Verwaltungsrat die Prüfung abgeschlossen hat“, lässt der US-Konzern alle weiteren Nachfragen abblitzen.

Gerüchteküche kreist um Deal zwischen BASF und Monsanto

Unterdessen brodelt es in der Gerüchteküche. Das Handelsblatt berichtet in der heutigen Ausgabe von Informationen aus Investorenkreisen, dass Monsanto-Aktionäre mit einem Angebot von 135 US-$ pro Aktie zu überzeugen seien, also noch einmal 10 US-$ mehr als das jetzt vorliegende Angebot. Die Nachrichtenagentur Bloomberg wiederum meldet Gespräche zwischen Monsanto und der BASF. Sie würden darauf hinauslaufen, dass BASF seine Pflanzenschutzsparte an die Amerikaner verkauft, im Gegenzug aber Aktien erwirbt und auf diesem Wege an Monsanto beteiligt wäre. Zu diesen Spekulationen sind aus Ludwigshafen jedoch keine Kommentare zu erhalten. (db)
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