Bayer Crop Science hat heute das europäische Weizenzuchtzentrum des Unternehmens eröffnet. In Gatersleben in Sachsen-Anhalt sollen ertragreichere Sorten entwickelt werden. Auf dem Gelände der Biotechnologieparks Gatersleben treiben 40 Mitarbeiter in Gewächshäusern und Labor auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern die Sortenentwicklung voran.

Der Standort zeichne sich durch seine gute Infrastruktur und eine gute Bodenbeschaffenheit aus, teilt das Unternehmen mit. Der Biotechnologiepark befindet sich auf einem gemeinsamen Campus mit dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Forschungsziele sind die Ertragssteigerung, eine effiziente Nährstoffverwertung und die Anpassung von Weizensorten an Klimafaktoren.

Im Rahmen der Zusammenarbeit im Biotechnologiepark kommen modernste Methoden wie die markergestützte Züchtung zum Einsatz. Für gentechnisch veränderte Sorten sieht Bayer Crop Science keine Chancen auf dem europäischen Markt. Mit der Einführung erster Weizensorten rechnet das Unternehmens nicht vor 2015.

„Die Eröffnung des europäischen Weizenzuchtzentrums ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere Aktivitäten im Bereich Saatgut", sagte Prof. Wolfgang Plischke, Mitglied im Bayer-Vorstand, bei der Eröffnung. In Zukunft müssten wesentlich höhere Ernten erreicht werden, vor allem die molekulare Züchtung könne dazu neue Lösungen liefern, so Plischke. 

Von Gatersleben aus will Bayer Crop Science künftig seine gesamten Weizenzüchtungsaktivitäten koordinieren. Das Unternehmen hat seit 2009 weltweit zahlreiche Partnerschaften in der Weizenzüchtung geschlossen. Weitere lokale Stationen in Europa, Australien sowie mittelfristig in Asien und Lateinamerika seien geplant.  (az)
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