Halbjahresbilanz

Bayer im schwachen Markt behauptet


Die Bayer AG meldet für das 1. Halbjahr 2016 einen Umsatz im Gesamtkonzern von 23,7 Mrd. €. Das sind 0,5 Prozent weniger als im Vorjahrszeitraum. Ein deutlicher Zuwachs in der Pharmasparte konnte Rückgänge in den anderen Sparten nicht ausgleichen.

Ebitda geht bei Crop Science im 2. Quartal zurück

Für das Segment Crop Science, zu dem Pflanzenschutzmittel und Saatgut zählen, berichtet Bayer von Januar bis Juni 2016 über einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. €. Er ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent gesunken. Währungsbereinigt wäre es allerdings auf ein leichtes Plus hinausgelaufen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im 1. Halbjahr 2016 beträgt bei Crop Science rund 1,8 Mrd. €. Es ist um 0,5 Prozent niedriger als im Vorjahrszeitraum. Nach noch leichtem Wachstum im 1. Quartal hat es im 2. Quartal einen deutlicheren Rückgang gegeben.

Weniger Insektizide verkauft

Die Sparte Crop Science habe sich „in anhaltend schwierigem Marktumfeld behauptet“, kommentierte Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender des Bayer-Konzerns, am Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen. Das Frühjahrsgeschäft ist in der gesamten Branche schwächer gelaufen. Bayer war dennoch von April bis Juni mit Fungiziden besonders erfolgreich. Gut liefen auch die Herbizide, wogegen es bei Insektiziden einen Rückgang gab. Diese Entwicklung hatte auch bereits das 1. Quartal 2016 geprägt.

In Anbetracht des weiterhin schwachen Marktumfelds erwartet Baumann jetzt im Gesamtjahr 2016 für Crop Science einen Umsatz, der mit etwa 10 Mrd. € nicht ganz das Vorjahr erreicht. Im Jahr 2015 hatte Bayer Pflanzenschutzmittel und Saatgut im Wert von fast 10,4 Mrd. € verkauft. (db)
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