Agrarchemie

Bayer investiert in Digitalisierung

Innovationen seien der Schlüssel sowohl mit Blick auf die ökonomischen Anforderungen als auch in puncto Nachhaltigkeit. "Wir können beides haben", sagte Liam Condon, Chef von Bayer Crop Science heute auf dem Future of Farming Dialog in Monheim. Insbesondere in die Digitalisierung will Bayer kräftig investieren. "Wir wollen im Zeitraum 2015 bis 2020 mindestens 200 Millionen Euro in unseren Geschäftsbereich Digital Farming investieren", sagte Condon. Digitale Lösungen für die Landwirtschaft tragen auch dazu bei, der wachsenden Forderung der Gesellschaft nach Transparenz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. "Daher arbeiten wir eng mit hochkompetenten Partnern wie Bosch und FaunaPhotonics sowie Universitäten, Start-ups und Nonprofit-Organisationen wie Quantified Planet zusammen." Aktuell bietet Bayer digitale Lösungen in mehr als 30 Ländern an und strebt eine rasche weitere Expansion an.


Prüffrist verlängert

Während der Veranstaltung betonte das Bayer-Vorstandsmitglied Condon, dass die geplante Übernahme von Monsanto eine große Chance biete, die Zukunft der Landwirtschaft positiv mitzugestalten. Zum Ablauf und Zeitrahmen der Übernahme erklärte Condon, dass das Unternehmen vorankomme. Bayer habe am 18. September in Absprache mit der EU-Kommission den Antrag gestellt, die Prüffrist um zehn Werktage bis zum 22. Januar 2018 zu verlängern. Damit soll eine der Größe der Transaktion angemessene Prüfung ermöglicht werden. "Vor diesem Hintergrund ist es wahrscheinlicher, dass ein Abschluss der Transaktion statt zum Jahresende 2017 nun Anfang 2018 zu erwarten ist", so Condon. Bayer hat inzwischen bei fast allen der rund 30 relevanten Behörden die Genehmigungen beantragt und bereits von über einem Drittel grünes Licht erhalten. (AW)
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