Bayer senkt Prognosen für Pflanzenschutzgeschäft

Spürbare Einbußen verzeichnet Bayer Crop Science im Pflanzenschutzgeschäft. Mit Blick auf das Gesamtjahr wird ein weiterer Rückgang erwartet. Der Umsatz im Pflanzenschutzgeschäft lag im 2. Quartal 2010 mit 1,5 Mrd. € leicht unter Vorjahr. Während die Herbizidumsätze annähernd das Vorjahresniveau erreichten, büßte der Absatz mit Insektiziden, Fungiziden und Saatgutbehandlungsmitteln erheblich ein, teilt Bayer Crop Science heute mit. In Europa gingen die Erlöse vor allem wegen der ungünstigen Witterung währungsbereinigt um 3 Prozent zurück. In Nordamerika brach der Umsatz um 30 Prozent ein. In Asien und Südamerika wurden dagegen Zuwächse verbucht. Der deutliche Rückgang im klassischen Pflanzenschutzgeschäft konnte im Segment Environmental Science/Bioscience teilweise aufgefangen werden, sodass der Umsatz insgesamt im 2. Quartal leicht auf 1,9 Mrd. € gestiegen ist.  


Für das 1. Halbjahr weist die Bayer-Tochter einen Umsatz von 3,8 Mrd. € aus, ein minus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ebit ist um 29 Prozent auf 0,71 Mrd. € gesunken. Die Aussichten für das 2. Halbjahr beurteilt Bayer Crop Science als "weiter rückläufig" und senkt die ursprünglichen Ertragsprognosen. Erwartet wird ein Umsatz im Teilkonzern "leicht unter Vorjahr". (AW)
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