Im Europäischen Weizenzuchtzentrum in Gatersleben der Bayer Crop Science (BCS), Teilkonzern der Bayer AG, sollen Hybridsorten heranwachsen, die besser sind als das, was der Markt bisher bietet. Zuchtziele sind deutlich höhere und stabilere Erträge sowie gesündere Sorten.

Darüber hinaus hat der Konzern für die Hybridsaatguterzeugung ein System entwickelt, das ohne chemische Kastrierung der Weizenpflanze auskommt. Wegen niedrigerer Produktionskosten könnte das Saatgut günstiger werden, sagte Dr. Elmar Weissmann, Leiter des Europäischen Weizenzuchtzentrums, am Mittwoch bei einer Presseveranstaltung in Gatersleben.

In Deutschland rechnet der Konzern mit ersten zugelassenen Sorten ab dem Jahr 2024. Dazu sollen fünf Sorten in zwei bis drei Jahren in die Wertprüfung gehen. Außerdem nimmt sich Bayer die Märkte in Polen, England, Frankreich und der Ukraine vor. Als Ziel nannte Weissmann, bis 2030 an den fünf europäischen Standorten im Hybridweizenmarkt einen Anteil von 25 bis 30 Prozent zu erreichen.

Über eine Kooperation kann Bayer auf den Weizen-Genpool des Zuchtunternehmens RAGT zugreifen. Außerdem knüpft es mit seinem Weizenzentrum in Sachsen-Anhalt an eine vorhandene Forschungsinfrastruktur an. In direkter Nachbarschaft zum Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat BCS 15 Mio.€ investiert. (has)




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