Bayer stärkt seine Weizenzüchtung


Bayer Crop Science erweitert seine Züchtungsaktivitäten auf Weizen in Australien. Hier kommen gentechnische Ansätze zum Zuge.

Eine neue Forschungspartnerschaft zur Ertragssteigerung von Weizen geht die Bayer Crop Science AG, Monheim, ein. Beteiligt sind in Australien die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) sowie die Grains Research and Development Corporation (GRDC). Finanzielle Details der Zusammenarbeit wurden nicht bekannt gegeben.

CSIRO bringt neue Erkenntnisse ein, wie mithilfe gentechnischer Veränderungen Weizen deutlich mehr Körner produziert. In Treibhausversuchen soll der Weizenertrag um bis zu 30 Prozent gestiegen sein. Neben CSIRO hat diese Forschung GRDC finanziert. Am nächsten Entwicklungsschritt wird sich Bayer Crop Science nach eigener Aussage beteiligen. Bis Sorten aus der Kooperation entstehen, vergeht jedoch Zeit. „Der Weg, der vor uns liegt, ist noch weit", sagte Mathias Kremer, Leiter des Geschäftsbereichs Bioscience des Monheimer Konzerns, zu dem Projekt.

Bayer Crop Science mit einem Umsatz von rund 7,3 Mrd. € im Jahr 2011 ist ein global führender Anbieter von Pflanzenschutzmitteln. Seit einigen Jahren stärkt das Unternehmen seine Aktivitäten in der Weizenzüchtung. In Deutschland gehört das europäische Weizenzuchtzentrum in Gatersleben zum Verbund.

CSIRO ist die nationale Forschungsorganisation Australiens und beschäftigt mehr als 6.500 Mitarbeiter an 57 Standorten in Australien und weltweit.

Die australische GRDC ist eine der weltweit führenden Organisationen für die Forschung, Entwicklung und Beratung zu Getreide. Sie stellt für interessante Projekte Investitionen bereit. (db)
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