Kartellauflagen

Bayer trennt sich von Liberty

Das Totalherbizid Liberty von Bayer steht in direkter Konkurrenz zu Roundup von Monsanto. Deswegen verlangt die südafrikanische Wettbewerbsbehörde, dass sich Bayer von seinen globalen Liberty-Aktivitäten trennt, bevor der Konzern Monsanto übernehmen kann. Die Kartellaufsicht in Südafrika argumentiert, dass sowohl Bayer als auch Monsanto in der Forschung und Entwicklung von Herbizidresistenzen aktiv sind. Es handelt sich um die Technologien Liberty Link von Bayer und Roundup Ready von Monsanto. Bei gentechnisch veränderter Baumwolle erreichen nach Auffassung der Behörde beide Unternehmen zusammen eine Monopolstellung. Auch in anderen Saatgutmärkten sei wegen gegenseitiger Lizenzabkommen eine zu große Marktmacht zu befürchten.

Bayer hat nach Aussage eines Unternehmenssprechers den Auflagen aus Südafrika zugestimmt. Sie seien nicht überraschend, denn Bayer habe sich auf solche von Wettbewerbsbehörden geforderte Veräußerungen vorbereitet. „Bayer wird weiterhin mit den Wettbewerbsbehörden weltweit zusammenarbeiten, um die Genehmigung für die geplante Transaktion bis Ende 2017 zu erhalten”, heißt es in Monheim. (db)
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