Mit der Übernahme von Monsanto könnte sich nicht nur das Logo von Bayer bald ändern.
-- , Foto: Bayer
Mit der Übernahme von Monsanto könnte sich nicht nur das Logo von Bayer bald ändern.

Nachdem Monsanto das zweite Angebot von Bayer über 63,5 Mrd. US-$ inklusive Schulden im Juli als „finanziell nicht angemessen“ bezeichnet und abgewiesen hat, stockt Bayer nun noch einmal kräftig auf mehr als 65 Mrd. US-$ auf. „Die genauen Konditionen stehen jedoch noch nicht fest“, teilte das Unternehmen am Dienstagmorgen mit. Bayer wäre lediglich unter der Voraussetzung einer einvernehmlichen Übernahme bereit, 127,50 US-$ je Monsanto-Aktie zu zahlen, hieß es weiter. Auch die Monsanto-Führung bestätigte, dass sie konstruktive Verhandlungen mit Bayer führe und das nicht bindende Angebot erhalten habe.

Analysten sehen kein Ende der Fahnenstange

Auch wenn Bayer nun schon zwei Mal nachgebessert hat, befürchten einige Analysten, dass selbst mit der neuen Offerte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein dürfte. Es gibt Schätzungen, dass Bayer bis zu 135 US-$ je Monsanto-Aktie bieten muss, um den Monsanto-Anteilseignern die Übernahme schmackhaft zu machen.

Der Bayer-Aufsichtsrat will laut einem Bericht der Zeitung „Rheinische Post“ am 14. September über den Stand der Verhandlungen und die weiteren Schritte beraten. Bayer sei bereit, sogar bis zu 130 US-$ für eine Monsanto-Aktie auf den Tisch zu legen.

Im Bayer-Umfeld stoßen die Übernahmepläne des neuen Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann nicht nur auf Begeisterung. Befürchtungen, dass das Unternehmen einen Imageschaden erleiden könnten, häufen sich: Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. (sp)
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