Herkunftskennzeichnung

Bayerische Milchbauern fordern Gesetz

In Frankreich muss seit dem Jahresbeginn auf allen Milchprodukten angegeben werden, wo die dafür verwendete Milch erzeugt wurde. Auch in Italien ist in dieser Woche ein entsprechendes Gesetz in Kraft getreten. Durch diese protektionistischen Maßnahmen fühlen sich nun die Milcherzeuger in Bayern unter Druck gesetzt.

Auch sie fordern jetzt eine gesetzliche Regelung, damit auf der Packung in Zukunft nicht nur der Standort der Verarbeitung, sondern auch die das Land der Milchproduktion angegeben wird, teilt der Verband der Bayerischen Milcherzeuger (VBM) mit. Bisher habe sich der Verband für freiwillige Regelungen eingesetzt, denn mit dem Qualitäts- und Herkunftssiegel „Geprüfte Qualität Bayern“ (GQ) gebe es seit Jahren, auch für den Produktbereich Milch, „ein hervorragendes, freiwilliges Instrument“.

Mittlerweile hätten sich in der EU Entwicklungen mit deutlich protektionistischen Tendenzen abgezeichnet, die eine erneute Positionsbestimmung erforderten. Der VMB werde die neue Forderung gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband in die nationalen Gremien einbringen, kündigte der Verband an. (SB)
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