Bayerische Milchwirtschaft prüft Marktinformation

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Die Verband der bayerischen privaten Milchwirtschaft (VBPM) hat sich auf seiner Mitgliederversammlung in dieser Woche noch nicht entschieden, ob er sich an der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) beteiligt. Die Mitglieder möchten zunächst das Geschäftskonzept der ZMP-Nachfolgeorganisation AMI prüfen. Etliche Molkereivertreter bezweifelten gegenüber ernährungsdienst.de, dass die AMI wirklich neutrale Zahlen oder Marktinformationen liefert. Der Bauernverband dominiere die AMI eindeutig.

Kritisiert wurde aber auch der Vorstandsbeschluss des Milchindustrie-Verbandes (MIV), eine eigene Gesellschaft zur Marktinformation aufzubauen. Der Präsident des VBPM, Ulrich Kraut, warnte davor, "vorschnelle Tatsachen zu schaffen". Einem Marktinformationssystem der Molkereiwirtschaft könne ebenfalls rasch der Vorwurf mangelnder Neutralität gemacht werden. Die Mitgliedsunternehmen werden in den kommenden Tagen befragt, welche Daten und Analysen sie benötigen. Anschließend werden die Vorschläge der AMI und des MIV geprüft und die weitere Vorgehensweise festgelegt. "Auf die Kriterien Akzeptanz, Neutralität und Transparenz kann nicht verzichtet und einseitige Dominanz darf nicht zugelassen werden", sagte VBPM-Geschäftsführerin Susanne Nüssel auf Anfrage. (HH)

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