Bayerische Mühlen kaufen Roggen aus den neuen Bundesländern

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Die diesjährige Roggenernte in Bayern liefert nur wenig mahlfähigen Roggen. Die Hektarerträge stellten zwar zufrieden, doch wiesen die Fallzahlen eine deutliche Bandbreite auf. Fallzahlen von 60 bis 100 sec. sind die Regel. Den Bedarf der bayerischen Mühlen an mahlfähiger Rohware, der sich jährlich zwischen 175.000 und 180.000 t bewegt, dürfte nicht in vollem Umfang durch die neue Ernte bedient werden können, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Deshalb versorgen sich die Mühlen mit Ware zum Aufmischen aus den neuen Bundesländern, wo hervorragende Qualitäten geerntet wurden. Manche Mühle spekuliert auch auf Freigaben von vermahlungsfähigem Roggen aus Interventionsbeständen. Die Mühlenverbände sind mit entsprechenden Anträgen aber noch zurückhaltend. Ein Versorgungsengpass wird derzeit nicht gesehen. (HH)
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