Bayerische Müller kritisieren EEG

Die Müllerei trifft der Boom der Erneuerbaren Energien besonders schwer. Die Verarbeiter haben mit einer gewichtigen Konkurrenz durch Biogasanlagen zu kämpfen, urteilt der Bayerische Müllerbund in München. Zudem werde sich im kommenden Jahr die Umlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) von 2 Cent auf voraussichtlich 3,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) erhöhen. Dies sei besonders für die energieintensive Mühlenbranche kostspielig.
 
"Für eine mittelständische Mühle mit einem Verbrauch von einem Gigawatt pro Stunde steigen die Kosten für die EEG-Umlage von 20.000 auf 35.000 Euro pro Jahr.", erklärte ein Sprecher des Müllerbundes auf Anfrage von agrarzeitung.de. Zusammenfassend könne gesagt werden, dass der Biogasboom den Mühlen nur Nachteile, aber keine Vorteile verschafft.

Nicht einmal Mühlennebenprodukte würden als Energieträger durch das EEG unterstützt werden und somit auch in Biogasanlagen kaum Verwendung finden. Dabei würden Nachprodukte aus Mühlen, Brauereien oder aus der Kartoffelverarbeitung als Rohstoffe zur Energieerzeugung mehr Sinn ergeben, als sich im Rohstoffeinkauf gegenseitig das Angebot unnötig zu verknappen, betont der Bayerische Müllerbund. (HH) 
stats