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In Bayern sollen Bauernhöfe zu einem Ort "des Lernens, Erlebens und Erfahrens" werden. Zu diesem Zweck haben in diesen Tagen die ersten 32 Landwirte nach einer entsprechenden Weiterbildung eine "Lehrbefugnis" erhalten. Diese macht die Landwirte zu einer Art Lehrer, die Schulklassen altersgerecht und abwechslungsreich die Produktion landwirtschaftlicher Produkte erklären sollen. Wie der Landwirtschaftsminister des Freistaates, Josef Miller, jetzt erläuterte, sei dies notwendig, da "immer weniger Kinder wissen, wie es auf einem Bauernhof zugeht." Die Landwirtschaft sei ihnen fremd und von der Produktion von Nahrungsmitteln "haben sie wenig bis gar keine Ahnung". Sowohl die Heranwachsenden als auch die Landwirte profitierten von diesem Angebot. Die Landwirte vermittelten den Schülern wichtige Einblicke in die heutige Landwirtschaft. Gleichzeitig sei für die Landwirte auf diesem Wege ein zusätzliches Einkommen möglich.

Während der einjährigen Weiterbildung werden Interessenten eingehend auf den neuen Betriebszweig vorbereitet: Angebotsgestaltung, Marketing und Kalkulation gehören ebenso dazu wie Werbung, Vernetzung und Vermarktung. Weitere Informationen liefert das bayerische Landwirtschaftsministerium. (ED)

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