Bayern beschreitet Sonderweg bei BSE

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Bayern geht in der BSE-Krise einen Sonderweg. Dies unterstrich Ministerpräsident Edmund Stoiber heute vor dem bayerischen Landtag. Kernpunkt ist die Kohorten-Schlachtung, das heißt, im Falle der BSE-Erkrankung eines Tieres soll nicht mehr die gesamte Rinderherde des jeweiligen Bestandes komplett getötet werden. Damit orientiert sich Bayern an dem Verhalten der Schweiz. Seit 1999 werden beim Auftreten eines BSE-Falles dort nur noch die Tiere des betroffenen Jahrgangs sowie der Jahrgänge davor und danach getötet. Die restliche Herde wird unter tierärztliche Überwachung gestellt. Stoiber hat sich zu diesem Sonderweg entschlossen, nachdem in den vergangenen Tagen bei den Landwirten die Proteste gegen die Vernichtung ganzer Herden, in denen ein BSE-Rind entdeckt wurde, weiter eskalierten. (HH)
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