Bayern für Verbot der Klärschlammdüngung


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Nach Erkenntnissen des Bayerischen Umweltministers Otmar Bernhard birgt die Klärschlammdüngung für Landwirte und Lebensmittelproduzenten weitaus mehr Risiken als Chancen und stellt langfristig eine Hypothek dar. Der Freistaat fordert deshalb zum einen ein Ausbringungsverbot und zeigt gleichzeitig alternative Verwendungsmöglichkeiten auf, sagte der Minister heute beim internationalen Klärschlammsymposium in Fürstenfeldbruck. Die 16 Jahre alte deutsche Verordnung decke längst nicht mehr das gesamte Risikopotenzial des Kärschlamms ab. "Was hilft es, wenn die Schwermetallgehalte ordentlich gemessen und die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden, im Klärschlamm enthaltene organische Schadstoffe wie Weichmacher, Tenside und Desinfektionsmittel hingegen nach Gesetz nicht analysiert werden müssen?", so der Minister. Daher gehe auch die vom Bund geplante Novelle der deutschen Klärschlammverordnung nicht weit genug. Wörtlich sagte der Minister: "Verbraucher wollen keine Nahrungsmittel von Klärschlamm gedüngten Äckern." Er setzt sich für ein EU-weites Ausbringungsverbot ein. Zudem forciert Bernhard den Ausbau der thermischen Klärschlammverwertung. (HH) .
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