Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und sein österreichischer Amtskollege Niki Berlakovich suchen Schulterschluss bei GAP-Reform.

„Unsere beiden Länder haben ähnliche strukturelle Voraussetzungen und Interessen“, sagten die beiden Politiker am Mittwoch gegenüber der Presse in Wien und fordern deutliche Nachbesserungen an den bisherigen Reformplänen Brüssels.

Die kleinräumige Landwirtschaft in Bayern und Österreich sehen beide Minister durch das Vorhaben der EU-Kommission bedroht, 7 Prozent der Ackerböden als ökologische Vorrangflächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Dies würde steigende Pachtpreise und eine wachsende Flächenkonkurrenz zur Folge haben. Stattdessen fordern Brunner und Berlakovich, den Anbau von Leguminosen und nachwachsenden Rohstoffen im Rahmen der Greening-Vorgaben anzuerkennen.

Die beiden Minister werden heute und morgen auch am Donau-Soja-Symposium in Wien teilnehmen. Zu dessen Abschluss soll die Donau-Soja-Erklärung verabschiedet werden, die einen Weg zu einer gentechnikfreien und nachhaltigen Eiweißversorgung Europas weisen soll.

Vorgesehen ist eine Intensivierung der Forschung, damit rasche Fortschritte bei Züchtung und Anbau geeigneter Sorten erzielt werden können. Verarbeitung und Vermarktung sollen optimiert, verlässliche Liefer- und Wertschöpfungsketten aufgebaut und der Wissenstransfer in die Praxis verbessert werden. (hed)
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