Bayern stellt pro Jahr künftig 5,3 Mio. € für ein eigenständiges Bergbauernprogramm bereit. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der traditionellen Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen heute versprach, startet das neue Programm zum 1. Januar 2011. Das neue Programm komme gerade im Nebenerwerb geführten Betrieben zugute, für die selbst kleinere Investitionen oft eine hohe finanzielle Belastung darstellen. So wird laut Brunner die für eine Förderung notwendige Mindestinvestitionssumme von bisher 20.000 € deutlich gesenkt: Bauliche und technische Maßnahmen sowie Vorhaben zur Erschließung von Einkommensalternativen können künftig ab 10.000 € und Spezialmaschinen ab 5.000 € gefördert werden. Brunner geht davon aus, dass die erforderliche Zustimmung der EU-Kommission bis Herbst vorliegt. Die rund 10.000 Bergbauernfamilien erhalten die besonders wertvolle Kulturlandschaft im Alpenraum, ergänzte Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). "Die Berglandwirtschaft sichert in den Bergregionen mehr als jeden siebten Arbeitsplatz und die Wirtschaftskraft für den dortigen ländlichen Raum", so der BBV-Funktionär. (HH)
stats