Bayern vertagt Entscheidung über Subventionsprogramm

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Das Subventionsprogramm für die bayerischen Milchbauern in Höhe von rund 30 Mio. € wurde aus dem Programm der heutigen Kabinettssitzung in München gestrichen. Die Staatsregierung wolle erst im März über die Förderung entscheiden, erklärte ein Sprecher des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums auf Anfrage von ernaehrungsdienst.de. Vorgesehen war eine Prämie von 25 € pro Stück Milchvieh. Die Zahlung soll auf 50 Kühe je Betrieb begrenzt sein.

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat die Zahlungen mit dem sinkenden Milchpreis begründet. Die Staatsregierung wolle aber zunächst die Beratung des Koalitionsausschusses in Berlin über die Agrardieselbesteuerung abwarten. Wenn es gelingt, diese Steuern deutlich abzusenken, könne man sich die Prämien für die Milchviehhalter "ganz oder teilweise sparen", heißt es in München. Tatsächlich ist das geplante Subventionprogramm erheblicher Kritik ausgesetzt. Die Opposition im Bayerischen Landtag spricht von "Wahlkampfaktionismus". Auch seitens der Bauern wird bemängelt, dass derartige Programme viel Geld kosten, aber die Situation der Milcherzeuger nicht verbessern. (HH)

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