Biermarkt

Bayerns Brauer sind zufrieden


Nach Auskunft des Bayerischen Brauerbundes konnte der Gesamtbierabsatz im In- und Ausland um 3,6 Prozent auf stattliche 23,1 Mio. hl gesteigert werden.

Wie der Bayerische Brauerbund vor der Presse in München weiter bekanntgab, sind bei diesen Zahlen die alkoholfreien Biere, die eine immer größere Bedeutung gewinnen, noch gar nicht berücksichtigt. Unter Einschluss dieses Segments produzierten die bayerischen Brauer fast 25 Mio. hl. Dieses Produktionsvolumen wurde zuletzt vor 20 Jahren erreicht.


Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Friedrich Düll, sieht in dieser positiven Entwicklung noch keine grundsätzliche Trendwende. Um dies zu beurteilen sei es noch zu früh, meinte er. Als günstig für den Bierverbrauch habe sich 2014 unter anderem die Fußballweltmeisterschaft ausgewirkt. Sehr gut habe sich zudem das Exportgeschäft entwickelt.

Kritisch äußerste sich Düll zu den „geheim-diplomatischen“ Verhandlungen der Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) und der USA (TTIP). „Es kann nicht sein, dass die in Europa mühevoll erworbene Schutzbezeichnung ‚Bayerisches Bier‘ ohne Anhörung der Betroffenen oder eine fundierte Benutzungsrecherche im Drittland einfach preisgegeben werden.“Das würde das Ende der guten Exportperspektiven in diesen Ländern für Bayerisches Bier bedeuten, befürchtet der Brauerpräsident. (HH)
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