Baywa-Deals überraschen Börsenteilnehmer


Für Gesprächsstoff bei der 20. Internationalen Warenbörse sorgen die Übernahmepläne der Münchener. Manche hatten andere Namen gehandelt.

Die Übernahme des niederländischen Handelshauses Cefetra durch die Baywa und deren Mehrheitsbeteiligung an dem niedersächsischen Agrarhändler Bohnhorst hat einige Teilnehmer auf der 20. Internationalen Bayerischen Warenbörse am heutigen Freitag in München überrascht. Mit Spannung richten einige Marktteilnehmer ihren Blick darauf, ob das Kartellamt beim Falle Bohnhorst Auflagen machen werde, wie sie im Gespräch mit agrarzeitung.de sagten.

Die 100-prozentige Übernahme der Cefetra in Rotterdam werten Börsenteilnehmer als strategisch klug, da die Baywa ihr internationales Handelsnetzwerk damit weiter spannt. Die Niederländer sind weltweit im Handel mit Getreide und Ölsaaten aktiv und haben ein eigenes Erfassungsnetz in Polen. Überrascht zeigten sich viele Gesprächspartner über den vergleichsweise günstigen Preis für die Akquisition.

In Sachen Bohnhorst zeigte sich manch ein Marktteilnehmer erstaunt. Vorher wären auch andere Handelshäuser aus dem Norden als mögliche Übernahmeziele gehandelt worden, hieß es, zum Beispiel die Getreide AG aus Schleswig-Holstein.

"Für Bohnhorst ist das ein gutes Angebot", meinte ein Händler. Die Baywa will 60 Prozent an dem niedersächsischen Unternehmen übernehmen. Wieder andere äußerten Erstaunen darüber, dass ein "vergleichsweise gut dastehendes Unternehmen" so viel Einfluss abgebe.

Insgesamt umfassen die Investitionen der Baywa nach Angaben des Konzerns gut 161 Mio. €, davon etwa 125 Mio. € für Cefetra. (pio)
stats