Voller Saal bei der 94. Hauptversammlung in München
-- , Foto: Baywa
Voller Saal bei der 94. Hauptversammlung in München

In seiner Rede zur Hauptversammlung 2017 unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Baywa AG, Klaus Josef Lutz, die Bedeutung der Baywa-Struktur für das Unternehmen. In einem schwierigen Marktumfeld im Agrarhandel und in der Landtechnik habe der Konzern bei Obst und erneuerbaren Energien mit Höchstmarken punkten - und so ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 144,7 Mio. € einfahren können. Auf der Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre - wie im Vorjahr - eine Dividende von 85 Cent je Aktie. Der Konzern erzielte 2016 Umsätze in Höhe von 15,4 Mrd. €.
Q1-Zahlen
Die BayWa AG hat im ersten Quartal sowohl beim Ergebnis als auch beim Umsatz bei allen drei operativen Kernsegmenten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Das EBIT stieg um 20,4 Mio. € auf 8 Mio. €, der Umsatz erhöhte sich um 9,8 Prozent auf 3,8 Mrd. €.

Neue Projekte sollen Flaute wett machen

Für das laufende Geschäftsjahr gab sich Lutz optimistisch: „Der Konzern ist in den ersten drei Monaten 2017 kraftvoll gestartet“, erklärte der Vorstandschef. „Wir wollen das Konzernergebnis 2017 wieder deutlich steigern“, sagte Lutz. Moderate Agrarhandelsmärkte und eine hohe Volatilität seien dabei auch weiterhin die größten Herausforderungen. Wenn sich die Rahmenbedingungen vor allem in den Agrarmärkten stabilisieren, solle sich das EBIT gegenüber dem Niveau des Vorjahres erheblich verbessern.

In Bezug auf die erneuerbaren Energien etwa sei die Projekt-Pipeline von Baywa r.e. für 2017 bestens gefüllt. Solar- und Windparks mit 500 MW stehen für Bau, Inbetriebnahme und Verkäufe an. Die Baywa AG, München, bereitet ein Joint Venture mit einem privaten Agrarhändler in Westfalen vor. Der Konzern will zudem seine Präsenz in West- und Ostdeutschland ausbauen: Mit der Landhandel Knaup Gruppe, Borchen (Nordrhein-Westfalen), geht die Baywa ein Joint Venture zum Ausbau ihres regionalen Agrarhandelsgeschäfts ein - vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamts.

Neues Segment "Innovation Digitalisierung"

Noch eine weitere neu geschaffene Sparte soll der Baywa aus der vorherrschenden Flaute helfen. Die Digitalisierung gehöre inzwischen zur „DNA des Baywa-Konzerns“, erläuterte Lutz. Im Segment „Innovation & Digitalisierung“ sollen alle Aktivitäten aus den Bereichen Digital Farming und E-Business gebündelt werden. Digital Farming sei ein Beispiel dafür, „wie der Landwirt von Aufgaben entlastet wird und zugleich die Ertragskraft der Betriebe steigen kann.“

Kein Verständnis für Innovationsfeindlichkeit

Die Baywa sei sich iher Verantwortung, auch mit Blick auf neu geschaffene Arbeitsbedingungen bewusst. Es gebe, sagte Lutz, nachvollziehbare Fragen zu künftigen Arbeitswelten im Zuge der digitalen Veränderung. Er habe aber wenig Verständnis für eine grundsätzliche politische und gesellschaftliche Ablehnung von Innovationen. (got)
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