Baywa rechnet mit volatilen Preisen


Die Baywa AG setzt die positive Entwicklung nach dem guten Start in das Jahr 2012 fort. Das Handelshaus stellt sich auf stark schwankende Getreidekurse ein.

Im 1. Halbjahr summiert sich der Umsatz des Münchner Konzerns auf 5,1 Mrd. €. Das sind fast 12 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich nach sechs Monaten auf 91,1 (Vorjahr: 88,7) Mio. €.

Die Sparte Agrarhandel setzte zum 30. Juni rund 1,74 (1,67) Mrd. € um und erzielte ein Ebit von rund 44,0 (58,1) Mio. €. „Schwächere Gewinnspannen im Getreide- und Düngemittelhandel konnten zu einem großen Teil durch höhere Getreidevolumina bei der Nacherfassung sowie einen sehr guten Absatz von Saatgut und Pflanzenschutz kompensiert werden", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Baywa AG, Klaus Josef Lutz, anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen am heutigen Donnerstag in München.

„Auf Grund deutlich schlechterer Ernteerwartungen in den USA und Teilen der GUS-Staaten dürften die Getreidepreise in den kommenden Monaten sehr volatil sein - mit stärkerer Tendenz nach oben", so Lutz. Für Deutschland und Europa erwartet er eine durchschnittliche Getreideernte.

Die Agrartechniksparte verzeichnete im aktuellen Berichtszeitraum Absatzsteigerungen und profitierte außerdem von Auftragsüberhängen aus 2011. So stieg der Umsatz von Januar bis Juni 2012 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent auf 632,9 Mio. €. Das Ebit kletterte um 20 Prozent auf 14 Mio. €. Der Halbjahresumsatz im Segment Energie erhöhte sich auf 1,7 (1,3) Mrd. €. Das Ebit profitierte von dieser Entwicklung und stieg auf 15,9 (1,0) Mio. €. Der Baywa-Chef führte diesen Anstieg vor allem auf Erträge aus dem regenerativen Energiebereich zurück.

Für das 2. Halbjahr stellte Lutz für den Konzern „eine positive Entwicklung mit entsprechenden Ergebnissteigerungen" in Aussicht. (HH)
stats