„Nach einem Geschäftsjahr, das vor allem im Agrarhandel von einem sehr schwierigen Marktumfeld geprägt war, hat die Baywa ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können", so der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz während der Bilanzpressekonferenz heute in München.

Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern einen Umsatz von knapp 15,2 Mrd. €, nach 16,0 Mrd. € zwölf Monate zuvor. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) summierte sich auf 147 (Vorjahr: 222) Mio. €. Die große Differenz zum Vorjahres-Ebit begründete Lutz unter anderem mit Sondereffekten im Jahr 2013 durch Buchgewinne aus größeren Immobilienverkäufen.

Im Segment Agrar setzte Baywa zuletzt 10,1 (10,7) Mrd. € um. Das Ebit erreichte 113,4 (123,5) Mio. €. Im Agrarhandel wurden etwa 26,8 Mio. t Getreide, Ölsaaten und Ölschrote umgeschlagen (plus 5 Prozent).

Das Segment Energie erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von insgesamt 3,5 (3,5) Mrd. €. Das Ebit fiel auf 42,3 (45,1) Mio. €. Der milde Winter und insbesondere der drastisch sinkende Ölpreis hätten sich hier negativ ausgewirkt.

„Sehr positiv" entwickelte sich hingegen das Geschäft im Sektor der erneuerbaren Energien, das mit seiner internationalen Ausrichtung zum Erfolg im Segment Energie maßgeblich beigetragen habe. Der Umsatz stieg hier auf 786 (486) Mio. €, das Ebit auf 36,5 (34,5) Mio. €.

„Wir richten den Blick jetzt nach vorn", betonte Lutz in München. Die bisherige Marktentwicklung 2015 im Agrarhandel lasse eine spürbare Verbesserung erwarten. „Mit dem weiteren Ausbau unserer internationalen Geschäfte sowohl im Agrarsektor als auch bei den erneuerbaren Energien wollen wir an die positive Entwicklung der letzten Jahre wieder anschließen", bekräftigte der Vorstandsvorsitzende.

Im Zuge einer kontinuierlichen Dividendensteigerung werden Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 0,75 auf 0,80 €/Aktie vorschlagen. (HH/Sz)
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